Betreuungsübung in Vlotho


Gemeinsame Betreuungsübung
der Einsatzeinheiten vom Kreis Herford-Land in Vlotho

Es ist ein normaler Montag Abend am Vlothoer Bahnhof. Menschen warten geduldig auf ihre Züge. Doch etwas ist anders als sonst …

Es kommt kein Zug. Doch was nun?
Diese Frage hat sich das DRK in Vlotho gestellt und um zu sehen, welche Möglichkeiten es gibt, wurde am Montag, den 28.08.2017 eine Einsatzlage zu genau diesem Szenario geübt.

Zur Lage
Viel zu schnell kann es passieren, dass Zuggäste vergebens am Bahnhof warten und nicht wissen, was sie tun sollen und wo sie hin sollen, wenn ihr Zug nicht kommt. So wie es bereits vor einigen Jahren tatsächlich der Fall war, als mitten im Winter keine Züge mehr kamen und mehrere Zuggäste am Bahnhof in Vlotho strandeten. Auch damals stellte das DRK Vlotho eine vorübergehende warme Unterkunft und kümmerte sich um die „Gestrandeten“ bis die Bahn einen Ersatzverkehr einrichtete.

Der Einsatz
Nach dieser bereits erlebten Vorlage erstellte der Zugführer, der in Vlotho stationierten Einsatzeinheit 3 (EE 3) des DRK Kreis Herford-Land, eine zu übende Einsatzlage.
Die Meldung, dass mehrere Fahrgäste am Vlothoer Bahnhof strandeten, löste im Kreis einen Einsatz aus, zu dem die vier Einsatzeinheiten des Kreises Herford-Land alamiert wurden.
Bald schon trafen die ersten Einsatzkräfte bei der DRK-Unterkunft in Vlotho ein. Dort wurden sie bereits vom Einsatzleiter, Jan Prüßmeier, erwartet.

An der Unterkunft angekommen wurden die Einsatzkräfte, die nach und nach eintrafen, in verschiedene Abschnitte verteilt und schon begann der Einsatz vor Ort. Die DRK-Unterkunft musste schnell für die gestrandeten Fahrgäste umgeräumt werden und den Gegebenheiten angepasst werden. Es wurde eine Verpflegungsstelle eingerichtet und ein Aufenthaltsraum, sowie eine Registrierung und eine Informationsstelle für die Betroffenen. Sollte es zu Verletzungen oder sonstigen Krankheitsbildern kommen, wurde ebenfalls ein Sanitätsraum von der Sanitätsgruppe, unter dem Kommando von Samuel Schindler, errichtet.

Kaum war das Meiste aufgebaut, kamen auch schon die ersten Betroffenen zur DRK-Unterkunft. Durch einen, vom DRK eingerichteten Shuttle-Service, wurden die Betroffenen vom Bahnhof direkt zur DRK-Unterkunft gebracht. Von dort aus ging es direkt in die Unterkunft, wo bereits DRK-Helfer warteten, um die Betroffenen zu registrieren und in Empfang zu nehmen.

Die Betroffenen wurden dann in den Aufenthaltsraum gebracht, in dem schon Kaffee und eine kleine Verpflegung auf sie warteten.

Während die Betroffenen von den Helfern des DRK betreut und mit Gesellschaftsspielen beschäftigt wurden, wurde in der Küche, vom Feldkoch: Malte Finkemeyer, bereits eine deftige Mahlzeit für die Hungrigen gefertigt.

Abseits des Geschehens, auf dem Hof der Unterkunft, wurde zur selben Zeit von der Technik-Komponente des DRK eine zusätzliche externe Stromversorgung mit dazugehöriger Ausleuchtung von Hof und Zuwegen zur Unterkunft errichtet. Auch eine geeignete Absicherung und Absperrung des Hofes wurde in kurzer Zeit aufgebaut.

Doch plötzlich wird es Ernst!
Die Einsatzleitung erhält die Meldung eines medizinischen Notfalls am Bahnhof.
Sogleich wird ein Krankentransportwagen auf den Weg geschickt, um eine Patientin abzuholen und in den Sanitätsraum zu bringen.

Sobald die Patientin stabilisiert wurde, konnte sie von den Sanitätern zur DRK-Unterkunft gebracht werden, wo sie von den weiteren Sanitätern der Sanitätsgruppe erwartet wurde. In den Sanitätsraum gebracht, konnte man die Patientin versorgen und später erfolgreich dem Rettungsdienst übergeben.

Im Aufenthaltsraum sind dann auch die letzten Betroffenen vom Bahnhon angekommen und wurden von den Helfern weiter betreut. Auch das Essen wurde fertig und somit konnte die Essensausgabe an den Start gehen. Mit warmen Bockwürstchen und Brötchen konnten die Betroffenen vorerst ihren Hunger stillen und auch die Helfer des DRK konnten kurz verschnaufen.

In diesem Moment gab die Einsatzleitung den Befehl: „Übungsende!“

Die „Betroffenen“, welche in Wahrheit interessierte und freiwillige aus der Umgebung waren, konnten ihr gelungenes Schauspiel beenden. Sowohl für die „Betroffenen“ als auch für die Helfer hieß es nun erstmal: Durchatmen und Kaffee trinken.

Und nach kurzen Abschlussansprachen des Kreisrotkreuzleiters Sven Kampeter und des Einsatzleiters   Jan Prüßmeier (Zugführers EE 3), bedankte man sich für die tolle Mitarbeit der freiwilligen „Betroffenen“ und auch bei all den ehrenamtlichen Helfern, die diese Übung mit gemacht und auch erst möglich gemacht haben.

Es wurde noch gegessen und auch eine kurze Hausführung durch die DRK-Unterkunft durfte nicht fehlen.
Schnell ging es wieder zum Ab- und Rückbau der Einsatzlage und die Einsatzkräfte aus dem Kreis verließen einer nach dem anderen den Einsatzort.

Sollten auch Sie nun Interesse an dem Einsatzdienst des DRK haben, sind Sie herzlich zu unseren Dienstabenden eingeladen. Die Termine hierzu finden Sie in unserem Dienstplan.
Bei Fragen und sonstigen Anliegen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

Ihr Ansprechpartner für das DRK Vlotho:
Florian Schrader
0176/72499705
info@drk-vlotho.de

Bericht: Florian Schrader
Fotos: Robin Peste (R.P Fotografie)